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Oft kommt es zu Ausbildungsvertrag

INFORMATIONEN Berufsmesse an der Beruflichen Schule


Bild: Berufliche Schule Büdingen

BÜDINGEN – (co). Die breite Aufstellung der Beruflichen Schule Büdingen und ihre guten Kontakte zu Ausbildungsfirmen machten die Berufsmesse deutlich. Junge Leute aus der Region waren gekommen, um sich über die Bildungsmöglichkeiten an der Schule und über die Ausbildung bei zahlreichen Betrieben und Institutionen zu informieren, die sich dort präsentierten. Das Konzept der Veranstaltung geht seit Jahren auf: Häufig kommt es durch erste Kontakte auf der Berufsmesse zu Ausbildungsverträgen. So profitieren beide Seiten. Sowohl die Betriebe als auch die Azubis sind in den allermeisten Fällen hoch zufrieden.

Schulleiter Joachim Vogt und sein Stellvertreter Alexander Popplow zeigten sich erfreut über den großen Andrang und dankten den Betrieben für die Teilnahme an der Messe. Die Firmen stellten unterschiedliche Berufe, wie zum Beispiel Bankkaufmann, Heilerziehungspfleger, Industrie- und Veranstaltungskaufmann, Tischler, Fachlagerist, Sozialversicherungsangestellter, Kaufmann im Einzelhandel und Verkäuferin, vor. Zudem informierten sie über die Möglichkeiten des Dualen Studiums. Bundeswehr und Polizei zeigten ihre Karrieremöglichkeiten auf. Die Büdinger Stadtbücherei, die seit Jahren eine Kooperation mit der Beruflichen Schule verbindet, stellte ihre Arbeit vor. Die Agentur für Arbeit war mit Berufsberatung ebenso vertreten wie Volunta, der Freiwilligendienst des Deutschen Roten Kreuzes, der über die Möglichkeiten eines Freiwilligen Sozialen Jahres informierte. Etliche Firmen boten Jahrespraktika für die Absolventen des Schulzweiges Fachoberschule Wirtschaft und Verwaltung an.

Die Friseure zeigten an ihren Models modische Frisuren. Driton Dermaj weiß genau, was er werden will: „Nach dem Berufsvorbereitungsjahr, das ich im Sommer beende, will ich Friseur lernen. Kreativ mit Haaren zu sein und eine Frisur individuell anzupassen, macht mir großen Spaß.“ Auf der Messe arbeitete er bereits mit einem Model. Tischlergeselle Tekeste Tsegu und Azubi René Weyher werkelten mit Holz, Bäcker und Konditor hatten Brötchen, Stückchen und Kuchen gebacken, die im Schulcafé prima schmeckten.

Auch die vielschichtige schulische Ausbildung an der BSB, so die Kurzform des Bildungsinstituts, nahm breiten Raum ein. „Wir haben berufsvorbereitende und berufsgrundbildende Bildungsgänge, sind Fachoberschule mit Schwerpunkt Wirtschaft, Verwaltung und Wirtschaftsinformatik mit dem Abschluss Fachabitur. An unserer zweijährigen Berufsfachschule können sich Jugendliche mit Hauptschulabschluss weiterqualifizieren“, erklärte Alexander Popplow. Schüler mit Realschulabschluss können die einjährige Höhere Handelsschule besuchen. Die zweijährige Höhere Berufsfachschule führt zum Abschluss Fremdsprachenassistenz in drei Sprachen: Englisch, Französisch und Spanisch. „Mit diesen guten Kenntnissen in drei Fremdsprachen haben unsere Absolventen sehr gute Chancen, bei Firmen und Institutionen mit internationalen Verbindungen unterzukommen, und verdienen mit 19, 20 Jahren bereits gutes Geld“, so der stellvertretende Schulleiter.

Neben dem kaufmännischen Schwerpunkt ist die Einrichtung auch Berufsschule für Friseure, Holztechniker, Bäcker, Konditoren und Bäckereifachverkäufer. „Da wir im Wetteraukreis mittlerweile auch relativ viele Auszubildende im Bereich Logistik haben und die noch in den Hochtaunuskreis oder nach Gießen in die Berufsschule fahren müssen, arbeiten wir derzeit an einem Konzept, diese jungen Leute in Büdingen zu beschulen“, teilte Popplow abschließend mit.

Kreis-Anzeiger, 08.02.2017

 

10 000 Euro für effizienten Unterricht

SPENDE Stiftung unterstützt Lernwerkstatt der Beruflichen Schule

BÜDINGEN – (red). Die Freude bei Studiendirektor Alexander Popplow, dem stellvertretenden Leiter der Beruflichen Schule Büdingen, und seinem Kollegen Wolfgang Leo, Abteilungsleiter an der Schule, war groß, als sie den Spendenscheck in Höhe von 10 000 Euro von Stiftungsvorstand Petra Kalbhenn und Manfred Bress überreicht bekamen. Die Main-Kinzig- und Oberhessen-Stiftung unterstützt damit das Projekt „Lernwerkstatt“.
Dem Projekt zugrunde liegt das pädagogische Konzept der „Binnendifferenzierung“ im Unterricht, einer Methode zur individuellen Förderung einzelner Lernender. Dies ist beispielsweise für die heutigen Büroberufe von Bedeutung. Die Ansprüche der vergangenen Jahre, Digitalisierung und die daraus erforderliche Neuordnung des Leistungsprofils dieser Berufsgruppe verlangt, den Unterricht an die neuen Anforderungen anzupassen und eine Differenzierung zu realisieren.
Durch die Anpassungsfähigkeit ist das neue Konzept in vielen Bereichen der Beruflichen Schule einsetzbar. Integrationsklassen stellen eine besondere Herausforderung für Schulen dar. In diesen Klassen werden alle Jugendlichen aufgenommen, die aufgrund ihrer geringen Sprachkenntnisse und unterschiedlicher Leistungsstände den Unterricht in den Regelklassen noch nicht besuchen können. Auch dabei gilt es, ein hohes Maß an Flexibilität im Unterricht bereitzustellen. Viele Möglichkeiten des Lehreinsatzes tun sich auf und egal, welche Zielgruppe und welcher Berufsbereich – vom Projekt „Lernwerkstatt“ profitieren alle.
Eine große Erleichterung, insbesondere für die Lehrkräfte, bietet die individuelle Ausstattung der Lehrräume. Zentrale Bedeutung für den differenzierten Unterricht bilden dabei die Möglichkeiten der räumlichen Aufteilung und der technischen Ausstattung.
Flexibel
So kann mit flexiblen Möbeln auf das der jeweiligen Situation angepasste Angebot eingegangen werden. Auf dieser Grundlage wurde ein spezieller Raum gestaltet, in dem Tische und Stühle je nach Bedarf zu Lerninseln zusammengestellt oder als Einzelarbeitsplätze genutzt werden. Dazu gehören auch frei im Raum platzierbare Regale mit entsprechendem Unterrichtsmaterial. Bewegliche Trennwände bieten Ruhezonen für ungestörten Individualunterricht. Verbunden mit ausreichender Technik begünstigt das die Förderung der jungen Menschen. Mit diesem Projekt investiert die Main-Kinzig- und Oberhessen-Stiftung in ein neues Lernkonzept für effizienten und zeitgemäßen Unterricht.

Kreis-Anzeiger, 22.12.2016

Fremdsprachensekretariat im Aufwind

DELF-Prüfung 2016 an der Beruflichen Schule Büdingen



Personen auf dem Foto von links nach rechts: Emmely Stern, Christina Olinberger, Vanessa Hopp, Celina Huber, Fiona Birx (hintere Reihe) und Chantal Metz, Moritz Brousek-Fischer, Dana Werda, Fabienne Schöneich, Kira Pfaff, Katja Walter (vordere Reihe).

Auch in diesem Jahr war die berufliche Schule Büdingen bei der Teilnahme am Sprachzertifkat DELF (Diplôme d’Études en Langue Française) für Französisch als Fremdsprache wieder erfolgreich vertreten.
Insgesamt haben 10 Schülerinnen und Schüler des Fremdsprachensekretariat der Schule die schwierige schriftliche und mündliche Französischprüfung abgeschlossen. Caroline Luft wurden mit der Kompetenzstufe A1, Fiona Birx, Ibrahim Gültekin, Vanessa Hopp, Celina Huber, Kira Pfaff, Fabienne Schöneich, Emmely Stern und Dana Werda mit A2-Niveau grundlegende Kenntnisse in Französisch und kommunikative Fertigkeiten in alltäglichen Situationen bescheinigt. Christina Olinberger und Moritz Brousek-Fischer bewiesen mit B1, Lisa Christie Watanabe mit B2 vertiefte Kenntnisse der französischen Sprache und allgemeine landeskundliche Kenntnisse. Die Prüfungsinhalte waren dabei den gewohnten Sprechsituationen und Interessen der Jugendlichen angepasst. Vorbereitet und begleitet wurden sie durch ihre Französischlehrerinnen Chantal Metz und Katja Walter.
Die Überprüfung der mündlichen Ausdrucksfähigkeit wird von den meisten Prüflingen gefürchtet. Sie findet außerhalb der Schule statt und wird von frankophonen Muttersprachlern abgenommen. Unmittelbar vor dem Prüfungsgespräch war die Nervosität entsprechend spürbar, doch am Ende konnten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Recht stolz und zufrieden mit der eigenen Leistung sein: Alle haben erfolgreich bestanden. Freudig wurden die jetzt zugesandten Zertifikate entgegengenommen.
Initiiert wurde die jährliche Teilnahme des Fremdsprachensekretariats der Beruflichen Schule Büdingen bereits vor einigen Jahren von der ehemaligen Kollegin Ursula Rogalla. Auch 2017 wird es wieder viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Büdingen geben. Angestrebt wird dabei sogar größtenteils die Niveaustufe B1.

Was ist eigentlich DELF?

Das DELF überprüft die Französischkenntnisse von Nicht-Muttersprachlern auf den vier verschiedenen Kompetenzniveaus A1, A2, B1 und B2. Diese Niveaus entsprechen den ersten vier Stufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR). Die Anforderungen an die Teilnehmer werden mit zunehmender Niveaustufe höher. In Deutschland führt das französische Kulturinstitut Institut français in Mainz die Prüfung an beteiligten Schulen durch. Bei bestandener Prüfung erhalten die Schüler/innen ein offizielles Zeugnis vom französischen Bildungsministerium. Mit dieser Prüfung können sich die Schüler/innen ihre Sprachkompetenz somit unabhängig vom Französischunterricht an den jeweiligen Schulen zertifizieren lassen. Die DELF-Zertifikate sind unbefristet gültig und werden sowohl von französischen Universitäten als auch von Arbeitgebern als offizieller Nachweis für französische Sprachkenntnisse aufgrund ihrer internationalen Vergleichbarkeit weltweit anerkannt. Damit können die Schülerinnen und Schüler auf dem Arbeitsmarkt und bei einer Bewerbung um einen Praktikums-, Ausbildungs-, oder Studienplatz punkten.

Katja Walter, Lehrerin an der BSB, 15.12.2016

 

 

Nachhaltigkeit

Aktionstag an der Beruflichen Schule / Schüler beschäftigen sich mit Umweltschutz und fairem Handel


Justin Probst, Jonas Triesch und Madeleine Reddig aus der 11EH2 an ihrem Verkaufsstand

BÜDINGEN – (red). Der Aktionstag hat an der Beruflichen Schule Büdingen Tradition. Sieben Klassen beteiligten sich in diesem Jahr am Tag der Nachhaltigkeit. So wie Michaela Fröhlich, Schülerin der 12 BäV, ging es im Anschluss vielen: „Wir haben viele fair gehandelte Rohstoffe verwendet und mussten experimentieren. Insgesamt eine gelungene Aktion, bei der wir jede Menge gelernt haben.“

 Ziel dieses Tages war es, die Schulgemeinde über Nachhaltigkeit, Verantwortung in einer globalisierten Welt und fairen Handel zu informieren. Dazu hatten drei Klassen der Jahrgangsstufe 12 der Fachoberschule Wirtschaft und Verwaltung Informationsplakate auf Englisch erstellt, die sie in einer Ausstellung im Foyer der Schule präsentierten. Die Klasse 12 FO1 beschäftigte sich mit ihrer Englischlehrerin Chantal Metz mit dem Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit und die 12 FO2 mit Simone Langlitz mit den Gewinnern und Verlierern von Globalisierung. Die Klasse 12 FO4 erstellte mit ihrer Englischlehrerin Melanie Fellinger Plakate zum fairen Handel. Auch der Einzelhandel war mit ihren Auszubildenden im zweiten Lehrjahr vertreten: Anika Döring präsentierte mit ihrer Klasse 11 EH2 im Foyer einen Verkaufsstand mit fair gehandelten Produkten wie Schokolade, Tee oder Handwerksartikeln aus dem Weltladen Gelnhausen. Melanie Fellinger hatte mit der Klasse 11 EH1 ebenfalls eine Plakatausstellung zum Thema Nachhaltigkeit im Einzelhandel vorbereitet. Ronja Ribbeck aus dieser Klasse fand, dass „gerade einige Supermärkte in diesem Bereich Vorreiter sind und viel zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz tun“. Ihre Klassenkameradin Sabrina Rud stellte fest: „Viele Einzelhändler verzichten bereits auf Plastiktüten.“

Auszubildende im dritten Lehrjahr, die Bäcker und Bäckereifachverkäuferinnen werden wollen, waren ebenfalls fleißig. Sie bereiteten kleine Gerichte, zum Beispiel eine Curry-Reis-Pfanne, Quinoa-Penne mit Pesto und Süßes wie Brownies mit schwarzen Bohnen sowie Stollen und Lebkuchen vor. Bei der Herstellung benutzten sie zum großen Teil fair gehandelte Zutaten. Die Leckereien konnten dank großzügiger Spenden einiger Lebensmittelmärkte zu günstigen Preisen verkauft werden.

Alle Einnahmen aus dem Verkauf der Artikel aus dem Weltladen und der von den Bäckern hergestellten Gerichte und Snacks werden einem gemeinnützigen Projekt, das sich mit Fairness in der Welt beschäftigt, gespendet.

Kreis-Anzeiger, 24.11.2016